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Sonntag, 31. Mai 2015

ENDLICH FRÜHLING - ERDBEER-RHABARBER PIE!



Von meinem Mai-Besuch in Deutschland zurück, bleibt gerade noch Zeit, in meinen Hunderten von Rezepten und Fotos zu wühlen, um einen Kuchen für Sugarprincess Yushka's Blog-Event "Calendar of Cakes" beizusteuern:

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Der letzte Winter hier in Maine war besonders kalt, schneereich und unerfreulich lang. Erst jetzt blühen die Forsythien und öffnen sich unsere dicken Rhododendronknospen vor dem Haus. Während ich auf Hamburgs Isemarkt bereits einheimische Erdbeeren kaufen konnte, sind bei uns bisher leider nur unreife, wässrige Früchte aus Kalifornien erhältlich.

Reif und süss - Mainer Erdbeeren
Erdbeeren und Rhabarber gehören zu meinen - jedes Frühjahr sehnsüchtig erwarteten - Lieblingsfrüchten. In der hierzulande sehr beliebten Strawberry-Rhubarb Pie gehen sie eine besonders glückliche Ehe ein.

Die beste Erdbeer-Rhabarber-Pie, die ich kenne, stammt aus Kim Odes Rhabarber-Kochbuch "Rhubarb Renaissance".

Kim Ode ist Food-Journalistin und veröffentlicht ihre leckeren Backrezepte bei der Star Tribune in Minnesota.

Eine zarte, blättrige Piekruste hinzubekommen ist nicht so ganz einfach. Meine Standard-Piekruste ist aber zum Glück "narrensicher". Sie enthält nämlich ausser Wasser auch Wodka!

Für die Zubereitung könnt ihr sowohl Food Processsor als auch Mixer benutzen, müsst dabei nur beachten, dass die Fette für den Blitzhacker eiskalt, für den Mixer zimmerwarm sein müssen.

Hübscher als simple Einschnitte für den Dampfabzug finde ich ein dekoratives Lochmuster in der Pie-Decke. Dafür benutze ich gern eine Sternform.

Oder ihr dekoriert die Pie einfach mit den ausgestochenen Teig-Plätzchen!

Auch sehr attraktiv: Sternendecke

ERDBEER-RHABARBER PIE  (nach Kim Ode's Rhubarb Renaissance)

1 Basisrezept Piekruste (siehe Blueberry Pie)

550 g Rhabarber, in 1/2-cm Stücke geschnitten
455 g Erdbeeren, in 1-cm Stücke geschnitten
90 g weisser Zucker 
40 g brauner Zucker
1 EL Balsamico-Essig
1 Msp. Salz
32 g Tapioka-oder Kartoffelstärke

1 Ei, zum Bestreichen
Rohzucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Piekruste wie im Rezept Blueberry-Pie zubereiten, Hälfte für den Boden ausrollen, in die Pieform legen und kühlen.

Silikonmatte und Plastikfolie helfen beim klebfreien Ausrollen

Ein Backblech auf unterste Rost stellen und den Ofen auf 200ºC vorheizen.

Rhabarber, Erdbeeren, Zucker, Balsamico, Salz und Stärkemehl in einer grossen Schüssel miteinander vermischen. 15 Minuten ziehen lassen. Dann Füllung in den vorbereiteten Pieboden füllen.

Füllung in die Pieform füllen

Die zweite Teigplatte auf einer grosszügig bemehlten Arbeitsfläche zu einem 30-cm Rund ausrollen.

In gleichmässigen Abständern Sterne oder Kreise ausstechen und die Lochmuster-Decke über die Füllung legen, oder die ausgestochenen Plätzchen über der Füllung anordnen (die übriggebliebenen Plätzchen separat backen, sie ergeben leckere Kekse).

Pie-Decke oder Plätzchen mit Ei bestreichen und Zucker bestreuen. (Wenn der Teig sehr weich ist, nochmal für 10 Minuten ins Tiefkühlfach stellen).

Fertig zum Backen

Pie aufs heisse Backblech in den Ofen stellen und 20 Minuten lang backen. Dann die Temperatur auf
175ºC reduzieren und für weitere ca. 30 Minuten backen, bis der Saft blubbert und die Kruste tiefgoldbraun ist

Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Guten Appetit!



Samstag, 9. Juni 2012

ROTE GRÜTZE - DAS SOMMERDESSERT

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Heisse Sommertage und reifende Beeren sind ein sicheres Zeichen, dass Rote Grütze an meinem kulinarischen Horizont auftaucht.

Dieses fruchtiges, erfrischend säuerliches Dessert besteht aus mindestens zwei verschiedenen Sorten (besser mehr!) roter Beeren. Einige Beeren sollten sauer sein, wie Himbeeren, Sauerkirschen, oder Johannisbeeren. Die anderen können Erdbeeren, Süsskirschen, Blaubeeren- oder Brombeeren sein - diese letzten beiden sind rote Beeren ehrenhalber.

Rote Grütze ist ein traditioneller Nachtisch aus Norddeutschland und Dänemark (wo sie "Røde Grøde" heisst). Im Sommer findet man sie auf den Speisekarten vieler Restaurants, und jeder Hausfrau in Hamburg oder Esbjerg wird sie ihren Lieben servieren, umgeben von geschlagener oder flüssiger Sahne, Vanillesauce oder Vanilleeis.

Ursprünglich eine rein nordische Spezialität, ist Rote Grütze in den letzten Jahren so populär geworden, dass sie sich langsam immer weiter nach Süden ausbreitet - sogar Bayern scheinen diesen "preussischen" Eindringling nicht zu verschmähen.

Leider kann ich hier in Maine keine Johannisbeeren kaufen - die Sträucher dürfen nicht angepflanzt werden, weil sie einen Weissfichten-Schädling beherbergen können. Und Sauerkirschen finde ich auch nur selten (bei Trader Joe in Portland).

Daher nehme ich gern eine TK-Beerenmischung, und füge frische Erdbeeren, Himbeeren oder Blaubeeren dazu, je nach dem, was unser Supermarkt zu bieten hat.

Meine Version ist so einfach zuzubereiten, wie sie gut schmeckt. Wenn wir eine Sommerparty haben, ist sie für unsere Gäste immer ein Hit - und wird bis auf den letzten Rest aufgegessen!


ROTE GRÜTZE

Zutaten:
1 P. Vanillepudding-Pulver*)
3 EL kaltes Wasser
500 g gemischte Beeren, wie Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Brombeeren, Blaubeeren) frisch und/oder tiefgefroren (1/4 Tasse für später aufheben)
3-4 EL Zucker (je nach Säure der Beeren)
2-3 EL Creme de Cassis (schwarzer Johannisbeerlikör), oder anderer Fruchtlikör (falls erwünscht)

*)Einige Puddingpulver sind ungesüsst, und manche müssen in heissem Wasser aufgelöst werden. Daher immer der Packungsanweisung folgen, und das Rezept entsprechend abändern. 

Zubereitung:
Puddingpulver mit Wasser in einer kleinen Schüssel glattrühren.

Gefrorene Beeren in einem Topf mit Zucker vermischen und bei schwacher Hitze auftauen lassen. Frische Beeren dazugeben und untermischen.

Angerührtes Puddingpulver langsam unter ständigem Rühren dazugeben. Aufkochen lassen, dabei häufig umrühren. Hitze herunterschalten und Beerenmischung und unter häufigem Umrühren köcheln lassen, bis die Masse anfängt, dick zu werden.

Vom Herd nehmen, die restliche 1/4 Tasse frischen Beeren und den Likör (falls gewünscht) untermischen. In eine Glasschüssel füllen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann im Kühlschrank ganz erkalten lassen.

Mit Sahne, Vanillesauce oder Vanilleeis servieren.

Tipp:
Wer ungern auf kleine Kerne oder Samen beissen mag, kann die Beerenmasse pürieren und durch ein Sieb streichen, bevor er das Puddingpulver dazugibt.

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