Dienstag, 5. Februar 2013

BOSTON CREAM PIE - JA, KUCHEN!

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Januar ist glücklicherweise vorbei - er war den Andersons nicht gerade wohl gesonnen, und erst recht nicht unserem Auto! Aber wir haben das vorzeitige Ende unseres Wagens überlebt, und sogar unsere blauen Flecke sind mittlerweile fast verschwunden.

Wir haben die Kollision überlebt - unser Auto nicht!
Eine nagelneuer Monat, ein nagelneues Auto (hoffentlich bald) - und dazu eine nagelneue Avid Baker's Challenge!

Dies Jahr dienen uns King Arthur Flour Rezepte als Inspirationsquelle, und mit den Panettone Muffins im Januar haben wir bereits einen guten Start hingelegt.

Boston Cream Pie ist ein Klassiker. Im Jahr 1856 verwandelte Monsieur Sanzian, der französische Chefkoch des Parker House Hotels in Boston, Omas schlichte Puddingkuchen-Pie in ein elegantes Dessert um, indem er ihr eine Schokoladendecke verpasste.

Diese sogenannte Pie ist dabei gar keine, sondern ein Biskuitteig, der mit Vanillecreme gefüllt und mit Schokoladen-Ganache überzogen wird.

Da mir nur der beste aller Ehemänner beim Essen gegenübersitzt, beschloss ich, eine kleinere Boston Cream Pie von der halben Rezeptmenge zu backen, gefüllt mit King Arthurs (ebenfalls sehr gut bewerteter) Pastry Cream

Die Leute bei King Arthur sind offenbar ausgeprägte Süssschnäbel. Die Zuckermenge erschien mir sehr hoch - ich hab sie dann auf die Hälfte reduziert und das war immer noch ziemlich süss.

Nach 40 Minuten Backzeit sah mein kleiner Kuchen schon schön goldbraun aus. Laut Anweisung soll er zwar "anfangen, sich vom Rand der Form zu lösen". Das hat er aber bei mir und anderen Bloggern nicht getan - also lieber nicht darauf warten, sonst bäckt der Kuchen zu lange und trocknet aus!

Boston Cream Pie ist offizielles Staats-Dessert von Massachussetts!

BOSTON CREAM PIE  (für eine 18-cm ø Spring- oder runde Kuchenform)
(Für eine 23 cm ø Form die doppelte Zutatenmenge nehmen und ca. 10 Minuten länger backen)

KUCHEN
1 ½ Eier (Zimmertemperatur)
150 g Zucker
½ TL Vanilleextrakt oder 1/2 P. Vanillezucker
85 g Milch
7 g Butter (1/2 EL)
85 g Weizenmehl Typ 405
¾ TL Backpulver
¼ TL Salz

VANILLE CREME  (kann 3 Tage im Voraus zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden)
180 ml/170 g Vollmilch
25 g Zucker
1 Prise Salz
½ TL Vanilleextrakt oder 1/2 P. Vanillezucker (4 g)
9 g Stärkemehl (1 gestr. EL)
¾ TL Weizenmehl Typ 405
1 Eigelb
14 g Butter (1 EL)

SCHOKOLADENGLASUR
55 g Schlagsahne
1/2 EL Mais-Sirup (oder selbstgemachter Zuckersirup)
65 g dunkle Kuvertüre
¼ TL Vanilleextrakt oder 1/4 P. Vanillezucker (2 g)


VANILLECREME:
2 EL von der Milchmenge abnehmen und mit Stärkemehl, Mehl und Eigelb gut verrühren.

Restliche Milch, Zucker und Salz in einem mittelgrossen Topf erhitzen, dabei rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Etwas von der heissen Milch in die Eimischung rühren, um sie anzuwärmen. Dann temperierte Ei-Milchmischung durch ein Sieb (um Klumpen zu vermeiden) zurück in die köchelnde Milch giessen.

Ständig mit dem Schneebesen schlagen, bis die Masse eindickt
Mischung unter ständigem Rühren aufkochen lassen, bis sie zu einer dicklichen Creme wird.

Vom Herd nehmen und, falls sich Klumpen darin finden, durch Sieb streichen.

Butter und Vanilleextrakt oder -zucker unterrühren.

Ein Stück Plastikfolie oder Pegamentpapier einfetten und so auf die Vanillecreme legen, dass sie direkt auf der Oberfläche anliegt (damit sich keine Haut bildet.) Im Kühlschrank kalt werden lassen.


KUCHEN:
Ofen auf 175°C vorheizen. 18 cm Springform oder runde Kuchenform einfetten, Boden mit Backpapier auslegen, und Backpapier ebenfalls einfetten.

Eier und Zucker mit dem Mixer aufschlagen, bis die Masse sehr dick wird, und Paddel oder Quirle eine sichtbare Spur hinterlassen. Vanille unterrühren.

Milch und Butter in kleinem Topf erhitzen. In langsamem, stetigen Strom bei laufendem Motor in die Ei-Zuckermischung geben, und eine weitere Minute lang rühren.

Vorsichtig die trockenen Zutaten mit den feuchten vermischen

Mehl, Backpulver und Salz über den Teig sieben. Auf niedriger Stufe nur so lange unterrühren, bis sich die Zutaten gerade eben miteinander verbunden haben, ca. 1 Minute.

Teig in die Kuchenform giessen, dabei etwaige Klumpen entfernen.

Etwa 40 Minuten lang backen, bis die Oberfläche tief goldbraun aussieht, eine hineingestochene Nadel sauber bleibt, der Kuchen auf auf sanften Druck noch nachrgiebt.

Kuchenrand mit Besteckmesser oder eine Plastikpalette von der Form lösen, Springformrand entfernen. Kuchen 10 Minuten abkühlen lassen, dann ganz aus der Form lösen und auf Kuchengitter auskühlen lassen.

Mit langem Sägemesser Kuchen waagrecht in zwei Teile schneiden. Unteren Boden gleichmässig bis zum Rand mit Vanillecreme bestreichen. Oberen Boden darauflegen.

Nur die Schokoladenglasur fehlt noch

GLASUR:
Schokolade, Zuckersirup und Sahne im Wasserbad schmelzen lassen, bis die Masse glatt und kein Klumpen mehr vorhanden ist. Vanille dazugeben und gut verrühren.

Glasur über den Kuchen giessen.

(Der Kuchen hält sich gekühlt mindestens drei Tage)


Die Avid Bakers sind nette Leute und freuen sich über neue Mitstreiter: hier könnt ihr euch anmelden.

Kommentare:

  1. mmmhhhhh! Sieht lecker aus
    lg Renate

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  2. Danke, Renate. Hast du eigentlich schon mal einen Biskuitteig mit Vollkornanteil gebacken? Ich habe mir das überlegt, wollte aber die Teigstruktur nicht riskieren.

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  3. Nachdem ich nach meinem Umzug vor einem Jahr endlich wieder einen Backofen mein Eigen nenne, habe ich mich als Erstes an diesem leckeren Kuchen versucht. Dabei ist mir folgendes aufgefallen Ich habe in einer 23ger Form gebacken. Dafür wie angegeben die Zubereitungsmengen verdoppelt. Mir kam es beim Verstreichen der Creme so vor, als wenn es etwas wenig ist - dabei geht es doch um den leckersten Teil des Kuchens. Ich werde beim nächsten Mal die Menge wohl verdoppeln. Weiterhin ist mir beim Probieren aufgefallen, dass die Glasur den Geschmack der Creme ziemlich überdeckt, so dass ich hier in Zukunft eher zurückhalten werde.

    Als nächstes sind die Cookies an der Reihe - Ich freue mich schon!
    Michael

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    1. Klar kannst du die Menge an Pastry Cream verdoppeln (dann würde ich den Kuchen zweimal durchschneiden). Ich bin ein grosser Schokoladenfreund, daher würde ich immer eher zu mehr Schokolade als weniger tendieren. Aber ich finde sowieso, dass man jeden Kuchen nach Geschmack variieren darf!
      Die Chocolate Chip Cookies sind sehr lecker, ich muss sie auch unbedingt bald mal wieder machen.
      Danke für deinen Besuch, Michael!

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